DIE SCHONUNGSLOSE WAHRHEIT ÜBER KÖLN … entfällt.

Ich habe in den letzten Tagen ein kleines Experiment durchgeführt. Und zwar habe ich verschiedene Leute ohne Vorwarnung gebeten, mir zu berichten, was ihrer Ansicht nach an Silvester in Köln geschehen ist.

Ich hatte damit gerechnet, dass die Dar- und Vorstellungen extrem weit auseinanderliegen würden; dass vermutete Täter- und Opferzahlen um den Faktor 100 differieren würden, etc.
Womit ich aber nicht gerechnet habe, war: dass fast alle sich geweigert haben, mit ihrer Version der Geschehnisse in Köln an Silvester überhaupt herauszurücken. Stattdessen gab es ein freimütiges Bekenntnis fast aller Befragter, dass sie letztlich keinerlei Ahnung haben, was dort jetzt genau vorgefallen ist oder nicht.
Mit anderen Worten: dieses Land diskutiert seit zehn Tagen ununterbrochen über einen Vorfall, den wir „Köln“ nennen. Die Politik und viele Menschen fordern diese und jene drastische Konsequenz „aus Köln“. Andere lehnen diese Konsequenzen leidenschaftlich ab. Alles streitet sich: „über Köln“.
Aber was eigentlich passiert ist, in Köln an Silvester:
das will oder kann einem auch am Abend des 13. Januar, nach unzähligen, leider völlig widersprüchlichen Berichten, scheinbar niemand sagen.

Prinz Chaos II.

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Ein Kommentar

  1. Urda Sieber · Januar 14, 2016

    Ein nicht ganz kurzer, aber dafür inhaltlich sehr guter Kommentar eines Bundesrichters aus Karlsruhe, der in der Zeit zu „Köln“ Stellung bezieht. Lesenswert wie ich finde!

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-01/sexmob-koeln-kriminalitaet-strafrecht-fischer-im-recht

    Gefällt mir

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