Die mit Tränen säen…

Die mit Tränen säen,
werden mit Freuden ernten.
Sie gehen hin und weinen
und tragen edlen Samen,
und kommen mit Freuden
und bringen ihre Garben.

Meine derzeitige musikalische Neuentdeckung ist etwas älteren Jahrgangs und heißt: Heinrich Schütz. Im Rahmen seiner recht ausgedehnten Lebenszeit (1585 – 1672) nahm er vom Prager Fenstersturz bis zum Westfälischen Frieden den kompletten Dreißigjährigen Krieg mit – welcher mich seit einigen Wochen von Grimmelshausens „Simplicissismus“ über die Gedichte des Andreas Gryphius bis hin zur aktuellen Weltlage beschäftigt.
Das unten verlinkte Chorstück schrieb Heinrich Schütz, dieser bedeutendste Komponist des Frühbarock, nach einem Psalm des David. Und er schrieb diesen traurig-hoffnungsvollen Gesang im Jahre 1648: also genau zum Ende des drei Jahrzehnte währenden Schlachtens und Sterbens in Europa, inmitten zerstörter Städte und Dörfer mit halbierter Bevölkerung.
Es wäre in der Tat sehr schön, wenn wir uns einen dritten Dreißigjährigen Krieg in Europa nach 1618-1648 und 1914-1945 allesamt ersparen könnten.

Prinz Chaos II.

HIER DER LINK ZUR MUSIK: Heinrich Schütz: Die mit Tränen säen werden mit Freuden ernten

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