REBOUND zu „Akte politischer Hässlichkeit“ // 3 Erwiderungen, 2 Richtigstellungen, 1 Bekräftigung

Mein gestriger Text hat mir eine Welle der Zustimmung und zahlreiche Dankesworte eingebracht und zwar von Vertretern aus so ziemlich jedem von mir attackierten Lager, und das waren ja nun einige.

Das ist für sich genommen bereits ein bemerkenswerter Vorgang.

Es gab also offenkundig Leute, die mit dem Verhalten ihres jeweiligen Lagers jeweils sehr unzufrieden waren rund um „Die Toten kommen“ – und die auch noch für das jeweils andere Lager erstaunlich viel Verständnis aufbringen können.

Das ist erfreulich in einer Zeit, in der Massenmobbing das größte Hindernis auf dem Weg zu einer vereinigten, humanistischen Revolte darstellt.

Die Lektüre dieser Rückmeldungen hat mir eine ohnehin völlig atypische Bahnfahrt (alle Anschlusszüge wurden erreicht! Entspannt und pünktlich erreichte ich meinen Südthüringer Heimathafen!) versüßt.

Natürlich gibt es auch Kritik an meinem Text, der ziemlich gut unterwegs ist im Netz. Die einen fordern, ich solle mich gefälligst an der „Enttarnung“ Philipp Ruchs als „NATO-Agent“ beteiligen. Die anderen warfen mir spiegelverkehrt vor, Ken Jebsen „zu decken“, der ein „Neurechter“ oder gar „Holocaustleugner“ sei.

Für meine Auffassung, dass Ruch das eine nicht ist und Ken Jebsen das andere nicht, erntete ich von beiden Seiten den gemeinsamen Vorwurf, ich sei „indifferent“ und „konfliktscheu“. Stattdessen würde ich lediglich romantisierend von einer kuscheligen Bewegung für alle und jeden daherseiern, unbesehen der politischen Inhalte und der Hintergründe der genannten Personen.

Drei Erwiderungen

Ich spreche nur kurz an:

1) Einen völlig falschen Romantikbegriff in diesen Vorwürfen (was heißt hier: „lediglich“ romantisierend? Das Romantisieren ist eine ausgesprochen radikale Angelegenheit – wenn man es kann!)

2) Die mitschwingende Kulturfeindlichkeit, die dem Künstler mangelnde Härte vorwirft (ist das überhaupt ein Vorwurf?) und ihm (mir!) einen rein sentimentalen Pseudoaktivismus unterstellt. Hat nicht das Zentrum für politische Schönheit soeben bewiesen, dass gerade die Schnittstelle von Kunst und Aktivismus Angriffe von unerhörter Härte ermöglicht?

3) …dass das ganz einfach falsch ist! Ich bin nicht konfliktscheu. Ich wähle die Konflikte, an denen ich mich beteilige, lediglich sorgfältig aus, sowie den Zeitpunkt und die Art meines Eingreifens.

Dann noch zwei Richtigstellungen:

– Ein quer durch Facebook Candy-schmeissend herumtrollender Mensch namens Michael Vogelski legte gestern nahe, Philipp Ruch und ich seien irgendwie beste Kumpels oder etwas in dieser Art. Das ist genauso falsch, wie vermutlich die Behauptung desselben Candy-Trolls, er selbst habe „den lieben Philipp“ beim Marsch der Entschlossenen kennengelernt.

Richtig ist, dass ich Philipp Ruch persönlich nicht kenne. (Und Michael Vogelski auch nicht!)

– Sascha Schlenzig, der bei „Schlenzig Dialogmarketing“ arbeitet und bei der Linkspartei, behauptet derweil auf Facebook: „Prinz Chaos gehört zum Team KenFM“. Auch das ist falsch. Ich bin mit Ken Jebsen persönlich befreundet. Politisch kooperieren und konfliktieren wir jeweils punktuell. Generell lege ich Wert auf die Feststellung:

Prinz Chaos ist lediglich im Team Prinz Chaos tätig. (Anstrengend genug!)

Abschließend: Eine Bekräftigung

Empört reagierten einige aus dem Lager der Mahnwachen auf meine spezielle, bildhafte Darstellung des Lars Mährholz, wie man ihn bei einer etwaigen Anwesenheit beim Marsch der Entschlossenen wohl antreffen hätte können. Nach einigem Bedenken änderte ich diese Textstelle soeben ab. Allerdings nicht so, dass Lars Mährholz dabei besser wegkommt also zuvor. Sondern so, dass er statt eines ironischen Kommentars nun einen inhaltlichen Angriff abbekommt.

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